GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG

Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg!

Mein Mann Sebastian ist selbstständiger Garten- und Landschaftsbauer und stammt aus einem alt eingesessenen landwirtschaftlichen Betrieb.
Als der elterliche Hof sowie die dazugehörigen Ackerflächen im Jahre 2018 übergeben wurden, stand die Frage nach der zukünftigen Nutzung im Raum. Eine klassische landwirtschaftliche Betreibung des Hofs mit Ackerbau und Viehhaltung kam für uns beide nicht in Frage. Dennoch wollten wir die Felder selbst bearbeiten und Abstand zur reinen Fremdbewirtschaftung nehmen.

Als wir uns damals unsere Zukunft ausmalten, erzählte Sebastian mir von seinen Kindheitserinnerungen auf den Feldern seines Onkels, der für die damalige Zeit schon recht fortschrittliche Ideen verfolgte. Neben Christbäumen und Zwiebeln baute er auch Tabak auf seinem Acker an: in den 70er und 80er Jahren sicherlich ein Novum, wofür er von den benachbarten Bauern mitleidig belächelt wurde. Onkel Michael war aber stets auf der Suche nach sinnvollen Alternativen zum klassischen Weizen-, Zuckerrüben- und Maisanbau.

Und so erzählte er Sebastian damals von Bäumen, deren Wurzeln mit einem bestimmten Pilz beimpft waren. Aus dieser Symbiose zwischen Baum und Pilz würde nach einigen Jahren der Pflanzung und Pflege der Trüffel wachsen, ein schmackhafter unterirdischer Pilz, der noch einmal „groß rauskommen würde“. Wie wir heute wissen, sollte sein Onkel Michael recht behalten.

Die Idee unseres Trüffelparks war geboren und wir machten uns voller Eifer und Elan an die Arbeit.

2018 bepflanzten wir unser erstes Hektar Land mit rund 700 Pflanzen heimischer Baumarten. Im Laufe der Jahre kamen noch weitere Hektar hinzu und wir erwarten mit großer Spannung unseren ersten Trüffelfund im Laufe der kommenden Jahre. Denn eines ist im Rahmen des Trüffelanbaus neben regelmäßigem Wässern und der Baum- und Bodenpflege unabdingbar – Geduld! Denn der Trüffelanbau ist landwirtschaftlich gesehen eher ein Marathon als ein 800 Meter-Lauf.

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